Für die Anhänger der Schadenfreude

Liebe Mitleser und Mitleserinnen,

Es gibt einen neuen Schwank aus meinem Leben. Nein, gleich zwei! Fangen wir mit den Unzulänglichkeiten der Technik an:

Das Handy klingelt. In Erwartung eines finanziell aufheiternden Gesprächs drücke ich den OK-Knopf, nenne meinen Namen, höre noch den Anrufer sich räuspern und – tot. Das Handy ist tot! Scheiße: Akku leer.
Kann aber gar nicht sein, weil ich es erst vor einer halben Stunde satt und zufrieden aufgeladen von der Steckdose weggelockt habe. Ergo? Der Akku ist nicht nur leer, sondern auch kaputt. Das Schöne daran: Ich habe ein Talkabout 2288, Bj. 2001. Dafür gibt es im Handel keine Akkus mehr. UND WAS IST MIT MEINEM ANRUFER?!
Ein weiterer Punkt für die Misserfolgsstatistik!

Dann das Blog einer Bekannten. Man ist ja nett, man schreibt ja rein, wie ins Poesiealbum. Nur hatte meins damals – vor 25 Jahren! – keine Tastatur. Und es verfügte auch nicht über diese dämliche Funktion des ich-drück-jetzt-ganz-oft-ctrl-und-stelle-diese-für-Normaluser-unverständliche-Tastaturkombination-ein, bei der nix mehr so ist wie vorher: Dauergroßschrift, die Sonderzeichen sind alle irgendwo anders verschwunden. Amerikanische Tastatur, super! Und ich weiß nicht, wie ich das abstellen soll – also noch mal runterfahren.
Zweiter Versuch. Diesmal schaffe ich es per Link bis zu K.s Blog. Schreibe mit viel Herzblut einen Kommentar. Gebe den ständig geforderten Legalisierungs- oder wie auch immer Code ein – und kriege eine Fehlermeldung, weil ich meine E-Mail-Adresse vergessen habe. Ha! Mit dem Browser back, aber – der Text ist weg. GNNNNNNNRRRRRRRRRRRR!!! 1500 Zeichen umsonst! Und das nicht mal kostenlos!
Hektisch klicke ich herum, tippe den Text aus dem Gedächtnis noch mal, diesmal in komprimierter Form. Was passiert? Mein Browser friert ein. Okay. Ich zähle bis zehn, ungefähr 20 Mal, und starte meinen Rechner erneut.
Surfe noch mal über den angegebenen Link zu K.s Blog und – !
Die blöde Browsers*** hat den ersten Text zwischengespeichert. D. h. 10 Minuten vergeudete Panik, also ein weiterer Punkt in der Statistik! Jetzt steht mein Kommentar dick und fett in K.s Blog, mit Blood, Sweat und Tears geschrieben. Möge die verehrte I-Net-Welt mit Wohlwollen darauf blicken.

Jetzt traue ich mich auch nicht, meinen aktuellen Text abzuschicken – das könnte den Verlust von 2340 Zeichen bedeuten. Egal, ich wage es. Drückt mir die Daumen.

(Ach ja: Das Projekt hatte einen sensationellen Start und verspricht große Erfolge!!!)

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