Eine Ratte macht (vielleicht) noch keine Seuche

Also, bei meinen Eltern gibt´s jetzt Ratten. Keine aus der Zoohandlung, sondern wilde, gemine, echte RATTEN. Biester mit ungeahnter Bisskraft, die sich bei Menschen wohlfühlen, weil sie dort immer was zum Naschen finden. Dabei wollte meine Mutter doch nur die Schnecken aus den Blumen vertreiben und hat Schneckenkorn gestreut (so nannte sie das). Klar, dass die falschen Viecher drauf anspringen.
„Vielleicht hätte ich das Korn gleich destillieren sollen?“ überlegte sie und griff in Vaters Biervorrat. Heute morgen meldete sie die erste ertrunkene Weinbergschnecke. Die Ratten waren nicht zu sehen – vielleicht holen sie schon mal den Caipi dazu…?

Weiterhin versorgte mich mein Mann mit netten Anekdoten, frei nach dem Motto: Wie man sich im Büro am besten zum Deppen macht.
Da war die Rede von seinem Kollegen, der mit Nachnamen – ACHTUNG! – Fekerl heißt, und der von der MS-Rechtschreibprüfung immer auf „Ferkel“ abgeändert wird. Manche Namen sollten einfach verboten werden.

Und dann gab´s da noch die Sekretärin – NIX GEGEN SEKRETÄRINNEN, HAB DEN JOB SELBST MAL GEMACHT! Irgendwann im letzten Leben… – die für die Verteilung des kostenlosen Obstes zuständig war. Natürlich war der Korb mal wieder leergefressen, mein Mann schlappte also zu dieser Sekretärin, übrigens eine durchaus nette und distinguierte junge Dame, und es entspann sich folgender Dialog:

Er: Ist noch Obst da?
Sie: Nein, leider alles schon weg, nur im Kühlschrank ist noch was.
Er: (nicht sehr begeistert) Was denn?
Sie: Das Obst, das wie eine Krankheit heißt – äh –
Er: (entgeistert) Beri-Beri?!
Sie: Nein, Physalis.

Soweit der Bericht aus der anderen (Außen-)Welt an meinen Schreibtisch, an den ich Verbannungswürdige mich verzogen habe. Ach ja, das Verlagsgeschäft heißt natürlich auch Papierkrampf mit dem Finanzamt. Hatte ich erfolgreich verdrängt, aber gut, wenn die hohen Herren und Damen wollen – bitte. Ich unterstütze ihren Arbeitsplatz.
Und dann gibt es da noch diverse technische Probleme, die sich auf einmal ergaben, als ich mich endlich zur Anmeldung des Verlages durchgerungen hatte… Wieso sind die nicht schon früher aufgetreten?! Damit meine ich nicht meinen Compi, sondern die der Online-Anbieter, mit denen ich eigentlich zusammenarbeiten wollte, u. a. auch das vielgepriesene Lulu. Nun gut. Ich werde der Dinge harren, die da kommen, und weiter umziehen und Bücher verlegen, im übertragenen wie im reinen Wortsinn.

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