IKEA am 02.01.08

Ja, ich geb´s zu, ich hab´s nicht durchgehalten. Ich hab mich zwischendurch an den PC gesetzt und habe GEARBEITET. Aber nur, weil es nicht anders ging.
Und dann waren wir gestern bei IKEA wie Millionen von anderen Familien auch. Und ich musste ganz alleine einen Sechser-Tisch freihalten, weil meine Schwägerin mit Kindern dazustoßen wollte – eine Minute länger, und sie hätten mir die Stühle vor der Nase weggerissen, die einkaufswütigen Mit-Familien! Es ist ja fast ein Frevel, wenn man dasitzt und keinen Mitsitzer akzeptieren und schon gar nicht den soeben ergatterten Plastikkinderstuhl abgeben will, auch wenn ein fremder FAmilienvater noch so vehement mit dem Finger draufzeigt: „Aber jetzt sitzt da doch noch kein Kind drin!“
„Das Kind kommt gleich, wir brauchen den Stuhl!“
Ein Eimer für meinen Angstschweiß. Argwöhnische Blicke ringsum, ob ich auch wirklich nicht von „Vorsicht Kamera“ bin und hier ein Sketch gedreht wird…
Aber nach laschen 20 Minuten war das Spießrutenlaufen vorbei, meine Schwägerin rückte an, auch mein Mann nebst Kind kehrten aus der Kantinenschlange zurück, doch das Kleinkind wollte lieber bei mir auf dem Schoß sitzen, bis meine Kurze eifersüchtig wurde – und der fremde Familienvater starrte immer wütender zu uns herüber…
Was soll ich sagen? Wir haben drei Stunden im Restaurant gesessen, wirklich. Aber mit Kötbullar, schwedischem Lachsfilet, Gemüseteller, Mandel- und Appeltaart und literweise Kaffee, Cola, Fanta und Zitronenlimo zum Nachfüllen – und der Kinderspielecke nicht zu vergessen – verging die Zeit wie im Flug. – Ach ja, da war noch was – wollten wir nicht noch was kaufen?
Egal!
Morgen geht es zum AugustaCon, diesem Relikt aus den Tagen, an denen das SF-Fandom noch mit Unter-20-jährigen gespeist wurde. INzwischen zahlen die letzten eisernen Besucher monatlich 5 € aufs GEmeinschaftskonto, um sich im Alter vom Zivi rumschieben zu lassen – im fan-ersparten Eigenheim, frisch renoviert – und um den ganzen Tag Mister Fandom, Skat, Killerbunny und Werwolf zu spielen. Wenn wir das noch 15 Jahre durchziehen, können unsere Kinder die Tradition weiterführen. Bis dahin müssen wir uns alleine einmal jährlich wie Teenager aufführen. Nur mit dem Unterschied, dass wir jetzt die Eltern sind, die ihre Kinder ausmeckern…

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