Lit.Limbus: Kurz, knubbelig, knorrig – Paul DeLux. Der Kleine in der Hölle

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Meine Güte, jetzt saufen sich schon die Kurzen ins Koma! Können die eigentlich nur bechern? Wobei es ja kein Geheimnis ist, dass gerade in der schön­geistigen Szene gerne mal ein Gläschen oder zwei gehoben werden. Also ohne Alk kein Output? Fakt ist, dass ein benebelter Geist hin und wieder viel kreativer ist als ein klarer. Hemmschwelle weg und so, kennt man ja. Fakt ist aber auch, dass zu viel Alkohol schwermütig macht, was in manchen Fäl­len trotzdem zu genialen Texten geführt hat, die sogar mit dem Literaturnobel­preis belohnt wurden (wenn auch nicht im Hörrätsel, das die werte Frau Verlegerin mit Juliane Ahlemeiers Stimme im No­vember durchgezogen hat). Was jetzt aber kein Argument sein sollte, zur Flasche zu greifen.

Viel wichtiger ist, wer sich hinter dem Kleinen ver­birgt, diesem Paul Große-Lux, der als kleinwüchsi­ger Autor auf kurz­en Beinen durchs Leben torkelt. Stilecht lernt der Leser ihn in einem Discounter kennen, zu nachtschlafender Zeit kurz nach Weih­nachten. Alles ist groß, weiß und zum Kotzen. Paul spielt die Opferrolle hingebungsvoll mit allen Facetten: Mich braucht keiner, mich will keiner, die Frauen sind sowieso alle größer als ich

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