Aus der Welt: Rosia Montana

Ich habe immer noch viel Zeit zum Lesen und frage mich inzwischen ernsthaft, wie wichtig das ist, was wir hier machen, wenn ich in der Hermannstädter Zeitung lese, dass die Gemeinde Rosia Montana zwecks Goldvorkommen ausgebeutet werden soll.

Machen wir uns nichts vor: Ein Goldrausch kam in der europäischen Geschichte bisher noch nie der einheimischen Bevölkerung zugute. Zurück blieb in den mir bekannten, historisch belegten Fällen oft genug verbrannte Erde, hohe Arbeitslosigkeit und eine im wahrsten Sinne des Wortes hingerichtete Landschaft, weil sich weder Regierung noch Firma, die die Schürfrechte inne hatte, um die ökologischen Folgen gekümmert hat. Gold mag ja ganz nett sein und es soll auch noch Wirtschaftssysteme geben, die ihr Geldvorkommen mit Gold stützen. Aber wenn dabei nur eine Seite gewinnt – ist das dann nicht eine Fortsetzung des Unglückssiegeszuges? Und wie sieht es mit der Gesamtverantwortung der Weltgemeinschaften aus? In Rosia Montana ist es wohl eine kanadische Firma, der es vielleicht wirklich egal sein kann, was am anderen Ende der Welt passiert. Vielleicht ist es ja auch in diesem Fall anders und es kommt auch für die Gemeinde etwas herum. Wenn ich allerdings sehe, wie heftig der Protest gegen dieses Abbauprojekt ist und wie zögerlich die rumänische Regierung hier agiert – da schwant mir Böses.

Zum Weiterlesen:

http://www.hermannstaedter.ro/stire.php?id=1554
http://www.hermannstaedter.ro/stire.php?id=1326
http://www.rosiamontana.org/en/
http://www.rosiamontana.org/
http://de.wikipedia.org/wiki/Ro%C8%99ia_Montan%C4%83
http://www.hermannstaedter.ro

Advertisements

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.