Nachtrag zur „Montagsneurose“

Hiermit habe ich euch gestern beglückt: https://wunderwaldverlag.wordpress.com/2015/07/27/montagsneurose-warum-eigentlich/

Inzwischen ging die Diskussion in die Richtung, dass jemand, der nach dem freien Sonntag arbeiten muss, automatisch den Montag hasst. Ergo hassen Leute, die sonntags arbeiten, den Dienstag etc. Aber jetzt mal eine Wort-zum-Sonntag-Frage:

Wieso muss man Tage überhaupt hassen? Wissen die Leute nix Besseres mit ihrer Zeit anzufangen?

Und wenn man mal darüber nachdenkt, wer die Zeit überhaupt „erfunden“ hat – joah, das war nämlich gar nicht so, dass gleich nach dem ersten Schlammspringer das Henlein-Ei aus dem Urmeer stieg und die Evolution zur Eile antrieb! – dann ist das ja wohl mal wieder soooo – äh – hausgemacht bzw. Mainstream! Da stell ich mir die Frage, wer sich traut, aus dem Jammer-Einerlei auszusteigen und den Montag einfach toll zu finden. Ganz individuell, dafür ohne teures Selbsterfahrungs-Seminar. Wer macht mit?

(Ach ja, heute ist Dienstag, weil das auf’m Kalender steht. Ich vergesse mal „ganz spontan“, wie das mit dem Lesen funktioniert und schwinge mit den Lemuren von Ast zu Ast …)

P.S.: Arbeit wird anscheinend mit Stress gleichgesetzt. Jemand, der arbeitslos ist, hat aber auch Stress. Ich komme euch jetzt nicht mit Eu-Stress und Di-Stress. (Schreibt sich das so? Bitte mal die mitlesenden Coaches zum Briefing!) Aber ich möchte in meiner Eigenschaft als Besserwisserin darauf hinweisen, dass man sich das Leben und den damit verbundenen Stress auch selbst „in Szene“ setzen kann. Wie das geht, habe ich bei bei Misses Modepraline kommentiert. Weil mir ihre Selbstironie totaaal gut gefällt. Da wird selbst der Montag lässig.

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8 Antworten zu “Nachtrag zur „Montagsneurose“

  1. MONTAG

    “Hannah, die Arbeit ruft!” Sybille betrat das Büro mit der ihr eigenen Art, stürmisch und mit wehenden Röcken. In ihrem Gesicht stand die ganze Befriedigung des wohl stürmischen Wochenendes. Sie ließ sich auf ihren Stuhl fallen, was fast ein Erdbeben verursachte.
    Wie ich das hasste! Montags, in der Früh schon so gut drauf sein, das war nicht meins. Aber jeder Jeck ist anders, dachte ich und säuselte, so nett wie möglich: “Guten Morgen, Sybille. Ich habe Dir schon einen Kaffee gemacht.” Sie nahm einen Schluck.

    Während sie vergeblich nach Luft ringend zu Boden sank, sagte ich leise:
    “Etwas Arsen, Sybille, wirkt sofort !”

    Das geht auch Dienstags, wenn Montag frei war …

  2. Ich glaube ja, dass der Montagsfrust einfach ein etablierstes Dings ist, welches für immer bleiben wird. Egal, ob nötig oder nicht. Ich bin ja selbständige Unternehmerin und mir ist eigentlich schnurzegal, welcher Tag ist. Aber am Sonntagabend sage ich auch immer ächzend….“oooh, ist morgen schon wieder Montag? Mist!“ Kein Plan, warum, aber man sagt es halt so – oh weh….jetzt bin ich eine Mitschwimmerin….Hilfe!! Und das, wo ich doch so gerne gegen den Strom schwimme. Ab sofort werde ich sagen: „Hurra, morgen ist Montag!“ auch auf die Gefahr hin, dass meine Familie mich dann einsperren lässt! 🙂

  3. Mewhahaha! Jetzt darf ich mal wieder austoben!
    Zeit selbst wird zwar allgemein als Dimension angenommen, deren verrinnen aber nur durch die Einflüsse der Masse eines Planeten / Sonne entsteht. Bewiesen ist das allerdings nicht.
    Zeit selbst existiert eigentlich gar nicht(Zumindest ist es nicht direkt bewiesen). Wir nutzen wiederkehrende Ereignisse (wie Montage, oder die Umdrehung der Erde) dazu, Zeit zu definieren. Inzwischen sind wir ja schon soweit, dass wir Zeit anhand der Schwingung von Atomen messen.
    Sofern Zeit nicht als Dimension existiert, ist auch der Montag nur ein Konstrukt um das Chaos in vermeintliche Ordnung zu bringen.

    Und warum man manche Tage hasst? Na, aus demselben Grund warum man andere Dinge hasst. Ist einfach so. Das für die meisten Menschen am Montag die Arbeit anfängt, ist nur so das i Tüpfelchen.

    Wann kommt das nächste, lustige wissenschaftlich noch nicht bewiesene Thema?

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