Jugendbuch … oder was?

kapitel eins

Wir brauchen Schubladen, überall in unserer Gesellschaft. Und der Buchmarkt ist dabei keine Ausnahme: Wer mit seinem Manuskript auf Verlagssuche geht, der muss es in eine Schublade einordnen können.

Wie man damit aber sozusagen in die Zwickmühle kommt, zeigt der schöne Debüt-Roman von Florian Wacker, Dahlenberger, der in diesem Sommer erschienen ist und beim Verlag Jacoby & Stuart in der Sparte „Jugendbuch“ läuft. Man sieht schon dem Cover an, dass der Roman als Jugendbuch gehandelt wird: Dort stehen Autor, Titel und Verlag, aber es fehlt das Wort „Roman“.

Meiner Meinung nach ist es kein Jugendbuch, sondern schlicht ein Roman. Erst nach der Lektüre sah ich eine Besprechung in der ZEIT, und als da das Wort „Jugendbuch“ fiel, war ich wirklich erstaunt. Dabei hätte ich es besser wissen müssen: Sobald die Protagonisten eines Romans bis etwa 21 Jahre alt sind, will der Buchmarkt ihn heutzutage als Jugendbuch definieren. Dass…

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