Gibt es einen Unterschied zwischen Vertriebenen des 2. WK und Flüchtlingen heute?

Ich krieg die Krätze von der Hetze gegen die syrischen Flüchtlinge. Und weil die Vertriebenenverbände sich immer noch nicht so recht zur aktuellen Diskussion äußern wollen, obwohl sie jede Menge Erfahrung mit Vertreibung und Entwurzelung haben, sage ich jetzt mal frank und frei: Pommern-, Schlesien, Böhmen- und Siebenbürgen-Vertriebene wurden vertrieben, weil sie jahrelang die NS-Ideologie unterstützt und so zu den Völkermorden beigetragen haben. Punkt.

Dass sie trotzdem in Deutschland aufgenommen wurden, liegt daran, dass man nicht wusste, wohin mit ihnen und weil Arbeitskräfte gefehlt haben. Aber die waren bei weitem nicht alle „gebildet“ und schon gar nicht begütert, weil sie alles zurücklassen mussten (was sie bis vor Kurzem sogar noch zurückhaben wollten, aber wech is wech). Und genau diese Leute, die froh waren, dass man sie nicht im Niemandsland kasernierte, führen sich jetzt auf wie kleine Autos, weil „neue Fremde“ kommen? Sie waren doch selbst mal fremd und schlecht gelitten und haben lang darum kämpfen müssen, in die Stadt- und Dorfgemeinschaften aufgenommen zu werden. Ham die denn gar nix dazugelernt?

Okay, das ginge auch mit etwas weniger Polemik, aber mit Sachlichkeit kommt man hier ja nicht weiter! Deshalb: Lasst mich in Ruhe mit den ewigen Vergleichen, wer der „bessere Flüchtling“ ist. Und erzählt mir auch nix von Religiosität, die bei den Vertriebenenverbänden angeblich so groß geschrieben wird. Hättet ihr das neue Testatment und den Katechismus tatsächlich verinnerlicht, würdet ihr einfach teilen, egal, welcher Mensch mit welcher Hautfarbe um einen Platz an eurem Tisch bittet. Oder ich müsste arge Zweifel an eurer Behauptung hegen, dass ihr nach den Geboten Gottes lebt.

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