Österreicher aufgepasst: Samuel von Brukenthal (1721-1803)

Anm.: Ursprünglich war dieser Artikel für heute Vormittag geplant. Aber es fällt schwer, einfach weiterzumachen. Deshalb habe ich heute Mittag kurz Luft geholt – und dafür gibt es jetzt wieder ein „Wie ich’s gern hätte“. Wenn man seine Wünsche doch nur in allen Belangen so leicht erfüllt bekäme wie mit diesen Posts … !

Wie ich’s gern hätte!

Eine Autorin aus der Nähe von Graz schrieb vor ein paar Tagen, dass sie sich zu gern mit dem von mir geforderten „rumänischen“ Hintergrund beschäftigen würde, aber keine Möglichkeit sähe, da sie sich überhaupt nicht in diese fremde Geschichte hineindenken könne. Überhaupt wüsste sie nicht, wie man als Europäer jemals zu einem Land, das „so total“ jenseits unserer Kultur stünde, Kontakt bekommen könne. (Ich habe sie gefragt, ob ich das so formulieren darf.) Ich glaube, da kann ich helfen.

Alle, die bisher in Geschichte nicht so recht Blut gelekt haben, aufgemerkt: Ihr wisst ja, dass ich neben den aktuellen Landesgrenzen auch historisch belegte Territorien in Romanen akzeptiere. Gerade die österreichischen Besucher meiner Seite haben jetzt die Möglichkeit zum Neueinstieg, denn – Trommelwirbel – Siebenbürgen und Österreich waren ziemlich lang miteinander via Ungarn verbunden. Der oben genannte Hermannstädter Samuel von Brukenthal brachte es sogar zum Gubernator der Kaiserin Maria Theresia und hat als Gouverneur Siebenbürgens der österreichischen Krone ordentlich Moos ins Schatzkästlein gepackt. Wenn ich das mal so salopp formulieren darf. Das tat er nicht mit Schäfermütze (caciula) und Schäfermantel (cojoc), sondern mit einer korrekt frisierten Perücke und geputzten Schuhen, wie es damals in höfischen Kreisen üblich war, und natürlich modischen Kniebundhosen. Und wenn man sich das Brukenthalmuseum anschaut, das Samuels ganz persönliches Palais war, erinnert es stark an die Wiener Hofburg. Jahaaa, in Hermannstadt ging es ziemlich „westlich“ zu!

Ich hoffe, ich konnte die obersten Schichten der Berührungsängste wortoperativ entfernen? Löst euch endlich von den Vampiren, die es dort gar nicht gab und die man eher in der Moldau findet – oder in der Walachei! In Siebenbürgen können zu jeder Zeit jede Menge Geschichten spielen, die wir uns hier mit unseren westlichen Gehirnen auch vorstellen können, ohne dass man erst zum Fachmann mutieren muss. Das schließt natürlich die grundlegenden Recherchen nicht aus, aber die werden aufgrund der hoffentlich guten Allgemeinbildung leichter.

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2 Antworten zu “Österreicher aufgepasst: Samuel von Brukenthal (1721-1803)

  1. Hat dies auf Nekos Geschichtenkörbchen rebloggt und kommentierte:
    *singt* Ich bin die feine Mischung, special Blend, solche wie mi weißt wie man die nennt? Ich bin die wilde sorte, do wern braune Bleich, I bin aus Österreich!

    Soviel zu Österreich und Berühungsänsgten *kichert*

  2. Und wann krieg ich einen Roman? 😉

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